Meine Literatur über die Feiertage

Literatur zu den Feiertagen | morguefile.com

Jesper Juul, Charlotte Roche und Co.

Jesper Juul: Grenzen, Nähe, Respekt

Jesper Juul: Grenzen, Nähe, Respekt


Ich habe die Feiertage dazu genutzt, um mal ein paar Bücher zu verschlingen. Drei waren es an der Zahl. Zunächst von Jesper Juul „Grenzen, Nähe, Respekt: Auf dem Weg zur kompetenten Eltern-Kind-Beziehung“. Dann stach mir in einer Buchhandlung kurz vor Weihnachten das Buch „Späte Kinder: Vom Aufwachsen mit älteren Eltern“ von Eric Breitinger ins Auge. Gehöre ja selbst zur Kategorie „spätgebärend“. Und in meinem Haus-Supermarkt gab es zwischen den Kochbüchern den neuen Roman „Mädchen für alles“ von Charlotte Roche.

Das sind so Bücher nach meinem Geschmack. Der Jesper Juul ist der einzige Pädagoge, von dem ich die Bücher lese. Ich lese wenig Erziehungsratgeber, weil diese einen doch zu sehr beeinflussen. Hört sich jetzt doof an, aber die Kindererziehung sollte doch authentisch sein. Erziehungsbücher können Anregungen geben, aber wenn Eltern genau so reden, wie es im Buch steht, wirkt es unecht.
Den Jesper Juul lese ich ab und zu gerne, obwohl mir in seinen Büchern Beispiele fehlen. Er handelt alles sehr theoretisch ab. In dem Buch „Grenzen, Nähe, Respekt“ hätte ich mir gewünscht, dass Juul genauer beschreibt, wo die Grenzen liegen sollten oder könnten. Früher hatte das Kind den Eltern zu gehorchen, egal, wie es sich dabei fühlte. Erniedrigungen und Beleidigungen dem Kind gegenüber waren an der Tagesordnung. Es gibt sicher noch Eltern, die das so machen. Z.B. wenn das Kind den Apfelsaft verschüttet, zu sagen:“Du dummes Ding. Noch nicht mal richtig aus dem Glas trinken kannst Du!“ Das ist schon eine respektlose, persönliche Beleidigung. Und so würde man ja auch nicht mit Freunden oder Kollegen reden. Erfährt ein Kind permanent so einen Umgangston, kann es kein gesundes Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln, da es ja selbst davon überzeugt ist, dass es ein „dummes Ding“ ist. Viele Eltern sind sich gar nicht im Klaren darüber, was ihre Ausdrucksweise für langfristige Folgen hat. Manche Väter und Mütter reagieren sogar mit den Worten:“Mir hat das auch nichts geschadet, dann wird es Dir auch nicht schaden.“
Wenn Menschen Eltern werden, ohne ihre eigene Kindheit reflektiert zu haben, werden Erziehungsfehler der eigenen Eltern kritiklos übernommen.
Die Bücher von Jesper Juul regen dazu an, mal über seine eigene Kindheit nachzudenken, eigene Erziehungsfehler aufzudecken, und es besser zu machen.

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