Horror vor der Weihnachtszeit

Horror vor der Weihnachtszeit

Leistungsdruck für Mütter?

Jetzt geht sie bald wieder los: die Weihnachtszeit. In den Supermärkten sind ja seit Mitte Oktober schon wieder die Paletten mit Schoko-Weihnachtsmännern von Lindt & co. aufgestellt. Man kommt kaum dran vorbei. Es wird jedes Jahr schlimmer.

Horror vor der Weihnachtszeit

Horror vor der Weihnachtszeit

Aber dieses Jahr kann ich meinen fast 5-jährigen Sohn erstaunlicherweise besser dran vorbeilotsen. Natürlich möchte er was haben, aber ich sage resolut „Nein“ und erkläre ihm, warum er nichts davon bekommt und warum diese Weihnachtsnaschereien vom Supermarkt da schon im Oktober aufgestellt werden. Vor einem Jahr hat er mich noch rumbekommen, aber jetzt quengelt er nicht mehr. Liegt es an meiner etwas strengeren Erziehung oder an seinem Alter?

Mich nervt dieser Konsum rund um Weihnachten jedes Jahr mehr. Mit Kind kommt man um Weihnachten nun mal nicht rum bzw. ich möchte meinem Sohn schon eine schöne Weihnachtszeit „bieten“. Ich erinnere mich gerne an die eigene Adventszeit in der Kindheit zurück. Wir Kinder waren wirklich gespannt. Es war aufregend und gipfelte im Heiligen Abend.

Zum Jahresende nur Stress

Als berufstätige Mutter setzt mich die Weihnachtszeit unter Druck. Wann kaufe ich die Geschenke, muss ich Plätzchen selber backen, auch wenn ich Backen hasse? Muss an Heilgabend ein großer Braten her? Jeden Tag basteln und Weihnachtslieder singen? Und dann noch Weihnachtskarten schreiben an Familie und Freunde, die man ewig nicht gesehen hat?
Die große Hausfrau und Köchin bin ich nicht. Das liegt mir einfach nicht. Ich kann nicht toll kochen und backen. Für das Festmahl an Heiligabend beauftrage ich jemand anders. Ja, auf den Weihnachtsmarkt gehe ich. Der Nikolaus bringt auch etwas vorbei. Ein bisschen Weihnachtsdekoration und einen Adventskranz bekomme ich auch noch hin.
Ich glaube, Kinder mögen auch unperfekte Mütter. Sie nehmen Dich so wie Du bist. Am Besten von dem ganzen Druck frei machen. Auf der anderen Seite verfliegt für uns Erwachsene die Adventszeit schnell.

Ich hasse diese Konsumgeilheit zum Jahresende. Und jedes Jahr rennen sie wieder los – die Kaufwütigen im Advent. Sie lernen nichts draus. Fühlen sich verpflichtet, der ganzen Verwandtschaft etwas schenken zu müssen. Es sind Wenige, die diesen Geschenkewahn hinterfragen und es anders machen. Gerade in Bayern, wo ich als Zugereiste lebe, sind die Menschen sehr in ihren Traditionen verfangen. Da wird Tante Brunhilde irgendein Schmarrn auf die Schnelle besorgt, und Opa Max bekommt seine Heizdecke. Jedes Jahr dieselben Verpflichtungen und niemand sagt:“ Den Scheiß mach ich nicht mehr mit!“

Einmal im Jahr wird die Menschlichkeit rausgekehrt, wir werden zu Spenden aufgerufen und zeigen unser ach so gutes Herz. Und nach dem Fest geht das Leben so weiter wie bisher. In Syrien werden Kinder getötet, in Afrika werden Mädchen entführt und vergewaltigt. Who cares?

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4 Comments

  1. Liebe Silke, schön, dass das mal eine anspricht… Wie bei allen Families sicherlich besteht unser Stress aus Trubel um die Geschenke, dem um die Familienmitglieder plus noch so zahlreiche Minievents wie besinnliches Beisammensein in Kita und bei den Arbeitgeber(n)…Parallel sieht man schon Silvester am Horizont und überlegt, in welcher Kombination diesmal gerutscht wird ohne dass es kindunfreundlich wird… TROTZ allem ziehe ich zumindest dieses Jahr ein positives Fazit: Das viele Plätzchenbacken hat uns nun schon mehrfach die Gelegenheit geboten nochmal Freunde zu sehen, mit denen Treffen schon lange nicht geklappt hatten und die Hausgemeinschaft ist durch gemeinsame Feiern auch näher gerückt… was für eine Großstadt (Berlin) nicht so selbstredend ist… also für mich zumindest lohnt sich der Stress ;-))
    LG und übrigens ein schöner Blog Kasia

  2. Ich jongliere auch jedes Jahr. Meine Kinder sind jetzt groß, aber irgendwie ist es mir wichtig die eine oder andere Tradition zu praktizieren. Plätzchen backen, mein Amerikahaus dekorieren, der Weihnachtsbaum, Geschenke, besonders seid ich Christ bin sind mir diese „Dinge“ wichtig, weil sie gerade jetzt einen Sinn für mich haben. Früher habe ich das gemacht, weil „man das so tut“. Jetzt gerade weil ich an Jesus glaube. Ich wünsche dir viel Kraft für die Weihnachtszeit und such dir das aus, was dir wirklich was bedeutet und Spaß macht und dich daran erinnert, wieso wir überhaupt Weihnachten feiern. Lieben Gruß, Sandra aus dem Sommerzimmer.

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