Es gibt diese romantische Vorstellung vom Familienleben: harmonische Morgenroutinen, gemeinsame Abendessen, entspanntes Miteinander. Und dann gibt es die Realität von uns Alleinerziehenden mit Teenagern – und die ist… sagen wir mal: deutlich „kultiger“.
Wenn Du alleinerziehend bist, kennst Du diesen Gefühlscocktail zwischen „Ich rock das!“ und „Warum tue ich mir das an?“ nur zu gut. Du bist Chef*in des Haushalts, Krisenmanager*in, Motivationscoach und gleichzeitig die Person, die darüber verhandelt, ob Duschen nun wirklich *jeden* Tag sein muss und warum das Zimmer plötzlich wie ein archäologisches Ausgrabungsfeld aussieht.
Während andere Eltern sich zwischendurch aufteilen können – Du holst, ich bringe, Du schimpfst, ich tröste – fährt bei dir nur *ein* Teammitglied im Bus: Du.
Das bedeutet manchmal, dass Du abends im Bett liegst und überlegst, ob Dein Teenie gerade wirklich *Dich* meint, wenn er „Keiner versteht mich!“ ruft. Spoiler: Ja, meistens meint er Dich. Und nein, er meint es nicht so.
Die emotionale Achterbahn im Wohnzimmer
Teenager haben dieses talentierte Timing: Den ganzen Tag Funkstille – aber Punkt 22:37 Uhr wollen sie plötzlich über das Leben reden.
Und genau dann findest Du Dich in Gesprächen wieder, die Dich staunen lassen: über ihre Sicht auf die Welt, ihre Sorgen, ihre Träume. Momente, in denen Du spürst: *Wir zwei, das ist ein Team. Vielleicht ein chaotisches. Aber ein gutes.*
Alltag zwischen Verantwortung und Verbundenheit
Ja, es ist mehr Verantwortung. Ja, es ist manchmal einsam. Und ja, es gibt Tage, an denen man hofft, dass irgendwer spontan vorbeikommt und übernimmt – nur für eine Stunde.
Aber es gibt auch dieses besondere Band. Ein unausgesprochener Code: *Wir schaffen das zusammen.*
Und genau dieses „zusammen“ ist der Zauber. Denn Du zeigst Deinem Teenager jeden Tag aufs Neue, was Stärke bedeutet. Und er oder sie zeigt Dir im Gegenzug, wie viel Vertrauen zwischen Euch steckt – auch wenn es sich manchmal hinter Augenrollen versteckt.
Fazit: Du bist mehr als „nur“ alleinerziehend
Du bist Navigatorin in stürmischer See, Mutmacherin, Ruhepol, Vorbild – und manchmal auch die einzige, die versteht, warum das eine T‑Shirt heute auf *keinen* Fall geht.
Das Leben als alleinerziehende Mutter eines Teenagers ist laut, ehrlich, liebevoll, unberechenbar – und definitiv kultig.
(Text mit Hilfe von KI verfasst.)
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Spätgebärend und alleinerziehend – always in between?
Spät Mutter zu werden bedeutet oft, in keiner Schublade so richtig Platz zu finden. Alleinerziehende Frauen spüren dieses Dazwischen noch deutlicher.
Da sind die jüngeren, „normalen“ Mütter. Sie berichten begeistert von ihrer Familienidylle, reden viel vom Ehemann, dem nächsten Familienurlaub nach Florida oder Norwegen mit dem Camper, erzählen von Omas Erdbeertorte und wie Opa mit dem Enkel durch die Pfützen hüpft. Bist Du eine „alte“ Mutter, sind Deine Eltern schon pflegebedürftig oder ruhen bereits auf dem Friedhof. Da tut es weh, wenn alle um Dich herum davon schwärmen, wieviel Spaß die Kids doch bei der Oma haben.
Die Heile-Welt-Familie
Wer mit Anfang 30 Mama wird, hat meist ein Studium absolviert und idelaerweise an der Uni gleich den passenden Partner abgestaubt. So planen Mediziner-, Juristen- und BWLer-Pärchen ihre gemeinsame Zukunft. Erst ein bisschen die Karriere anschrauben in einer coolen, deutschen Großstadt und Kauf einer Eigentumswohnung im angesagtesten Stadtteil, dann Social-Media-kompatibel heiraten. Die jüngere Generation hat ihr Leben perfekt durchgeplant, die große Liebe läuft ihnen im besten gebärfähigen Alter über den Weg, dass erste Kind folgt nach der Traumhochzeit, nachdem auch die Seniorposition in der Consultingfirma klargemacht wurde. Dann muss Geld her für einen Bugaboo- Kinderwagen und ein Bike von Woom, nicht zu vergessen das schicke Lasten-E-Bike mit Handyhalterung, mit dem die busy Influencer-Mami durch Schwabing cruist.
Wenn dann eine quirlige Alleinerziehende in der Krabbelgruppe aufkreuzt gerät das Weltbild der Heile-Welt-Familien ins Wanken. Nein, das Kind der Alleinerziehenden kann nicht glücklich sein. Es hat bestimmt ADHS, Autismus oder sonstige Verhaltensauffälligkeiten. Und hat es denn überhaupt Kontakt zum Vater? Ja, wenn der sich nicht genügend kümmert, sind ja psychische Probleme vorprogrammiert. Am Besten schonmal einen Platz beim Kinderpsychologen vorreservieren.
So prallen Welten und Vorurteile aufeinander. Verheiratete Paare wollen in der Regel keinen Kontakt zu Alleinerziehenden. Diese jammern ja nur rum und baggern noch den Partner an. Und irgendwas kann mit der Singlemutter ja nicht stimmen, sonst wär die Beziehung ja nicht gescheitert.
Mutterglück mit über 40
Spätgebärend mit viel Lebenserfahrung
Und wenn Du als Singlemama dann auch noch älter bist wie die Durschnittsmama, wissen die Heile-Welt-Eltern erst recht nicht, was sie mit Dir reden sollen. Gespräche über Haushalt, Schule und Kochrezepte langweilen Dich. Als Mama ü40 blickst Du auf mehr Lebenserfahrung zurück. Studium, Karriere, diverse Umzüge in andere Städte für den Job, Reisen, Auslandsaufenthalte und vielleicht gescheiterte Beziehungen haben Dich geprägt. Dagegen ist die 30-jährige Mama neben Dir auf dem Spielplatz erst einmal umgezogen – von ihren Eltern in der Kleinstadt zum jetzigen Ehemann in die Großstadt und erzählt begeistert von dem neuen Bobbycar ihrer Tochter.
Die späte Mama hat viele ihrer eigenen Träume schon umgesetzt, hat vorher ein selbstbestimmtes, eigenständiges, emanzipiertes Leben gelebt. Sie definiert sich nicht über das Kind und muss mit ihrem Nachwuchs nicht angeben.
Kontakt zu gleichaltrigen Frauen
Wie sieht der Kontakt zu gleichaltrigen Frauen und Freundinnen aus? Sie haben entweder schon ältere Kinder oder sind kinderlose Singles. Bist Du früher mit Deinen Freundinnen um die Häuser gezogen und hast auf jeder Party getanzt meldet sich nun niemand mehr, da Du mit Baby zu Hause sitzt. Du bist uninteressant geworden als Begleitung für coole Partys. Manche kinderlose Frauen ü40 sind neidisch, dass Du noch Mama geworden bist.
Und dann ein paar Jahre später: Dein Kind ist zum Pubertier mutiert, sitzt stumm in seinem Zimmer, Du bist mit Mitte 50 in den Wechseljahren, hast noch rund 10 Jahre bis zur Rente und auf einmal wieder Zeit für Dich und suchst neue Freizeitaktivitäten. Du triffst auf gleichaltrige Frauen mit
erwachsenen Kindern oder kinderlos. Sie geniessen ihre Freiheit, haben Geld, berichten von schönen Fernreisen, den ersten Enkelkindern und können sich nach erreichten Karrierezielen und ’ner Menge Aktien entspannt zurücklehnen.
Und Du als Alleinerziehende und Spätgebärende: immer noch kein Geld, keine Karriere, keine Fernreisen, keine schönen Hotels. Die Rente wird auch nicht hoch ausfallen. Du hast Dich arrangiert mit Deinem Leben, hast dafür ein wundervolles Wesen alleine großgezogen, worauf Du sehr stolz sein kannst.
Spätgebärende Alleinerziehende bringen Lebenserfahrung, Gelassenheit und oft eine große Klarheit mit. Sie wissen, was sie wollen und was nicht. Sie haben gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen, und können diese Kraft an ihr Kind weitergeben. Zwischen allen Stühlen zu sitzen bedeutet auch, einen eigenen Platz zu schaffen – jenseits der Schubladen, jenseits der Erwartungen.
Warum darf nicht jeder so leben, wie er möchte? Müssen wir nach einer Norm leben? Darf man nur mit Mitte 20 heiraten und Kinder bekommen,um dann mit Mitte 40 wieder geschieden zu sein? Ich wünsche mir mehr Toleranz und Akzeptanz von verschiedenen Lebensstilen, ohne Wertung, aber mit viel Empathie.
Gemeinsam frühstücken mit Single-Moms und Single-Dads im Domagkpark
Jeden ersten Sonntag im Monat findet von 10 bis 13 Uhr der Brunch für Alleinerziehende in der Funkstation im Domagkpark statt.
Am 2. Juli ist das nächste Treffen!
Zum Frühstückstreff für Alleinerziehende bringt jede(r) sein eigenes Morgenmahl mit wie z.B. Semmeln, Brot oder Marmelade. (Am Eingang zum Domagkpark befindet sich die Bäckerei „Kistenpfennig“, welche sonntags geöffnet hat und wo man noch schnell was einkaufen kann. )
Geschirr, Kaffee und Säfte sind vorhanden. Ein Spielzimmer lädt zum Toben ein. Direkt an der Funkstation befinden sich ein Spiel- und Fußballplatz sowie der große Domagkpark mit Wiese, Bäumen und Spielplätzen.
Je nach Jahreszeit bieten wir Bastelaktionen oder Spiele an.
Adresse: Funkstation, Margarete-Schütte-Lihotzky Strasse 36, 80807 München
Nun hat es uns erwischt mit der Quarantäne. Mein Sohn hatte entfernt Kontakt zu einem an Corona erkrankten Mädchen in seiner Mittagsbetreuung. Er wurde nach der Begegnung negativ getestet, nach den Regeln stehen dann 7 Tage Quarantäne an. Im Zuhausesitzen haben wir schon seit dem letzten Winter Übung. Das ist immer wieder eine Herausforderung, wenn man sich zu zweit in eine 2-Zimmer-Wohnung im teuren München quetschen muss. Einen Balkon haben wir zum Glück.
Ich bin als Mutter nicht in Quarantäne, denn ich bin zweimal geimpft. Zum Glück kann ich meine fast zehnjährigen Sohn ein bis zwei Stunden alleine zu Hause lassen, sonst wäre es für mich als Alleinerziehende auch ein „Gefängnis“. Ich komme noch an die frische Luft zum Radfahren oder Einkaufen.
Es ist fast der dritte Winter, den wir in Deutschland mit Corona verbringen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Es sind doch viele Leute geimpft. Hoffentlich bleiben die Schulen geöffnet. Homeoffice geht ja ohne Probleme.
Wie verändert dieses Coronavirus die Welt? Müssen wir damit jetzt leben? Ich möchte wieder Menschen ohne Maske im Supermarkt oder in der U-Bahn sehen. Lachende Gesichter, freundliche Gesichter.
Omikron im Anmarsch
Nach meiner zweiten Impfung habe ich mich befreit und sicher gefühlt und dachte:“Yuchhuu, jetzt kann ich wieder machen, was ich will, kann ja nicht krank werden.“ Jetzt kommt die Angst zurückgeschlichen mit den steigenden Inzidenzzahlen und Horrormeldungen von fehlenden Betten auf den Intensivstationen. Und die neue Virus-Variante Omikron aus Südafrika wird sich im wahrsten Sinne des Wortes durch Europa „fressen“.
Hätte man das nicht verhindern können? Haben die Politiker geschlafen? Ich bin dieses Corona-Thema leid und rede da so wenig wie möglich drüber. Pandemien hat es immer schon gegeben in der Menschheitsgeschichte. Der Mensch des 21. Jahrhunderts hat sich bis vor Corona für unbesiegbar gehalten. Es gibt zu viele Menschen auf der Erde. Da rächt sich die Natur.
Endlich gibt es auch im Münchner Norden ein Treffen für Alleinerziehende – und zwar jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 13 Uhr in der Funkstation im Domagkpark. Wir laden zum Brunchen ein in gemütlicher Runde, zum Quatschen und neue Leute kennenlernen in ähnlicher Lebenssituation. Ihr seid mit Euren Kindern oder auch alleine herzlich willkommen.
Das nächste Treffen findet am Sonntag, den 7. November 2021 statt.
Jede(r) bringt etwas zum leckeren Brunchen mit. Geschirr, Kaffee und Säfte sind vorhanden. Ein Spielzimmer lädt zum Toben ein. Direkt am Haus befinden sich ein Spiel- und Fußballplatz sowie der große Domagkpark mit Wiese, Bäumen und Spielplätzen. Je nach Jahreszeit bieten wir Bastelaktionen oder Spiele an.
Die Adresse der Funkstation ist die Margarete-Schütte-Lihotzky Strasse 36 in 80807 München.
Parkplätze gibt es genug vor der Haustür. In der Funkstation gilt für Erwachsene die 3 G-Regel!
Die Frankfurter Eventmanagerin Silke Siegel (48) erfüllte sich 2017 ihren Lebenstraum und reiste mit ihrer damals 4-jährigen Tochter in 100 Tagen um die Welt. Über ihre aufregende Reise als Alleinerziehende hat sie ein Buch geschrieben
„Wie ich mit meiner Tochter um die Welt reiste“ und ein Hörbuch veröffentlicht. 14 Länder bereiste sie, u.a. Hotspots wie
Dubai, Indien, Malaysia, Singapur, Thailand, Hawaii, Kalifornien und Las Vegas. In ihrem Buch gibt sie Tipps für Reisevorbereitungen und was man gesehen haben sollte. Außerdem macht Silke Siegel Alleinerziehenden und Familien Mut, ihren Traum von der Weltreise umzusetzen. Das Buch ist spannend zu lesen, und ich würde am liebsten sofort mit meinem Sohn den Rucksack packen und auf Weltreise gehen. Leider sitzen wir momentan im Lockdown zu Hause und können vom Reisen wirklich nur träumen. Hoffentlich ist es 2021 wieder möglich.
Wie bist Du auf die Idee gekommen, eine Weltreise zu machen?
Silke Siegel: Ich bin schon immer gerne gereist. Nun, das ist ja nichts Außergewöhnliches. Aber hätte mir jemand zum Jahreswechsel 2017 gesagt, dass ich in diesem Jahr eine Weltreise unternehmen würde, hätte ich ihn wahrscheinlich nur erstaunt angelächelt. Aber manchmal verläuft das Jahr nicht so wie geplant. Und so war es dann auch.
Im Sommer 2017 hatte ich mehrere berufliche Herausforderungen zu meistern und das hat mich dazu veranlasst, mich selbst zu reflektieren. Dabei kam der tiefe Wunsch an die Oberfläche, eine lange Reise zu unternehmen, durchzuatmen, mich selbst zu verwirklichen. Das wollte ich sowieso schon lange machen, habe es aber immer hintenangestellt. Und jetzt war genau der richtige Zeitpunkt gekommen, den Traum zu verwirklichen.
Aus einer fixen Idee wurde ein Plan und mit dem Finger über die Weltkarte entstand schnell eine schöne Reiseroute. Denn eins war klar: Ich fahre nicht alleine. Meine Tochter muss natürlich mit.
Ich bin alleinerziehend und glücklicherweise war meine Tochter damals noch im Kindergarten. Wer oder was sollte uns da noch aufhalten? Selbst mein Arbeitgeber war schnell überzeugt und innerhalb kürzester Zeit stand die Route fest und ich habe alles geplant. Von der ersten Idee bis zum Reisebeginn waren es nur vier Monate.
Hast Du Dir ganz gezielt Deine Reiseländer ausgewählt?
Oahu – Bild: Silke Siegel
Silke Siegel: Ja, die Reiseroute war nicht zufällig. Ich wollte schon immer nach Hawaii und es war klar: Das ist das Hauptziel. Da ich insgesamt 3,5 Monate für die Reise angesetzt hatte, stand fest, dass wir uns nicht hetzen müssen und dennoch genug sehen werden. Was mich an Hawaii immer abgeschreckt hat, war die lange Hin- und Rückreise. Und jetzt war alles in eine Weltumrundung eingebettet.
Die finale Reiseroute war von mehreren Komponenten geprägt. Ich habe schnell damit geliebäugelt, eine Strecke per Schiff zurückzulegen. Erstens, um viele verschiedene Länder zu sehen und zweitens, um den Komfort zu haben und drittens, langsam zu reisen. Eilig hatten wir es nicht. Mit dem Schiff Transasien sind wir von Dubai nach Bangkok gefahren und haben u.a. Halt in Indien, Malediven, Malaysia und Singapur gemacht.
Zudem hatte meine Mutter (damals 83 Jahre) Interesse bekundet, uns auf der Reise zu besuchen. Aus diesem Grund waren wir zusammen auf einer zweiwöchigen Thailand-Rundreise. Das war total schön, da wir sehr nette Mitreisende kennenlernten.
Mit dem Finger auf der Landkarte folgten die nächsten Stopps: Taiwan und Japan. Danach ging es für einen Monat nach Hawaii. Wir haben vier der sechs Inseln gesehen und lieben gelernt. Auf dem Rückweg sind wir über Kalifornien und Las Vegas nach 102 Tagen wieder in Frankfurt gelandet.
Hast Du Spielzeug für Deine Tochter mitgenommen oder hat sie unterwegs andere Kinder zum Spielen getroffen?
Silke Siegel: Ich hatte es meiner Tochter freigestellt, ob sie ein paar Spielsachen mitnehmen möchte. Das war nicht der Fall – und letztendlich auch gut so. Einzig und allein eine Puppe hat sie begleitet: Luzie. Unterwegs haben wir ein paar Spielsachen eingesammelt – aber größtenteils wieder verabschiedet. Erst am letzten Stopp in Las Vegas hat sie ein paar Geschenke bekommen, da sie einen Tag nach unserer Rückkehr Geburtstag hatte.
Mein Grundgedanke war: Es gibt auf der ganzen Welt etwas zum Spielen. Man muss nur die Augen offenhalten. Ob es schöne Steine, Muscheln oder andere Fundsachen sind, kleine Kinder haben viel Fantasie und finden immer etwas zum Spielen.
Vor allem auf der Schifffahrt und bei der Rundreise hatte sie deutschsprachige Spielkameraden und viel Spaß mit ihnen. Danach waren wir auf uns allein gestellt und der Kontakt beschränkte sich auf Begegnungen am Strand oder Spielplätzen. Es ist erstaunlich, wie Kinder trotz unterschiedlicher Sprache schön miteinander spielen können.
Gab es gefährliche Situationen für Dich mit Kind?
Las Vegas – Bild: Silke Siegel
Silke Siegel: Ich bin mit einem Urvertrauen auf die Reise gegangen, dass mir und meiner Tochter nichts passiert. Deshalb habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Natürlich gibt es Momente, in denen Du dankbar bist, dass alles gut verlaufen ist. Ich möchte mich auf drei Situationen beschränken, die mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind, die anderen habe ich verdrängt oder gar nicht als gefährlich wahrgenommen, denn es kann immer und überall etwas passieren, auch wenn man nicht auf Reisen ist:
Alkoholisierte Streuner In Hawaii waren wir zeitweise mit einem RV (Auto mit Schlafgelegenheit) unterwegs, um flexibler zu sein und mehr Abenteuerfeeling zu genießen. Manchmal sind wir nicht auf Campingplätze gefahren, sondern haben abends einfach da angehalten, wo es uns gefallen hat. Einmal standen wir in Maui auf einer Nebenstraße direkt an der Küste. Meine Tochter hat schon geschlafen und ich stand noch ein bisschen draußen und habe den Wellen zugeschaut. Dort hat mich ein junger Mann angesprochen. Er war stark alkoholisiert und auf der Suche nach einem Gespräch. Mir war das – wegen seinem Zustand – von Anfang an unangenehm. Ich war mir sicher, dass er nicht weiß, dass meine Tochter hinter mir im Auto liegt. Nach ein paar netten Floskeln habe ich mich dann direkt wieder ins Auto verkrochen und abgeriegelt. Für ihn war das Gespräch aber nicht beendet und er signalisierte mir durch das Fenster, dass er noch weiterreden möchte. Da habe ich natürlich die Luft angehalten. Zum Glück ist er dann friedlich abgezogen…
Kindlicher Leichtsinn Am berühmten Schild in Las Vegas reihen sich Menschenschlangen, um ein Foto zu machen. Wir mussten natürlich auch eins schießen und haben uns artig in die Reihe gestellt. Meiner Tochter war langweilig und sie ging ein bisschen auf Erkundungstour – natürlich nur in Sichtweite. Sie konnte es nicht lassen, durch das Geländer zur Straße zu blicken und schwups war ihr Kopf im Geländer steckengeblieben. Ich bekam einen Riesenschreck und sah vor meinen Augen schon eine Feuerwehrbrigade, die mit Schweißgeräten meine Tochter befreit. So schlimm war es zum Glück nicht. Mit meiner Hilfe war ihr Kopf wenige Sekunden später wieder frei und außer einem Riesenschreck hatte sie keine bleibenden Schäden zurückbehalten.
Goa – Bild: Silke Siegel
Gesundheitliche Probleme
Die für mich kritischste Situation war allerdings wieder auf Hawaii auf der Insel Big Island. Dort gibt es noch aktive Vulkane und wir erlebten dort einen schönen Tag im Nationalpark. Wir planten eine kurze Wanderung zu einem erkalteten Lavafeld. Deshalb stiegen wir aus dem Auto und stapften los, ohne etwas mitzunehmen. Der Weg war allerdings länger, steiler und beschwerlicher als erwartet und kurz bevor wir unten ankamen, merkte ich, dass ich in einem massiven Unterzucker gelaufen war. Ich bin Diabetikerin. Im Unterzucker wird mir schwindelig und ich könnte sogar im schlimmsten Fall in Ohnmacht fallen. Dennoch schaffte ich es bis nach unten, musste aber, benommen wie ich war, erstmal eine Pause machen. Zum Glück – und da waren wirklich nicht viele Leute unterwegs – kam uns ein freundliches Paar entgegen, die ich fragen konnte, ob sie etwas Zuckerhaltiges dabei hatten. Die zwei waren klasse, denn nach zwei Schokoriegeln und einem Apfel war ich wieder fit. Hätte ich die beiden nicht getroffen, wären die Folgen unvorstellbar gewesen. So war ich aber schnell wieder auf den Beinen und konnte kurz darauf den Aufstieg zurück zum Auto antreten. Das war natürlich meine Dummheit, mich in so eine kritische Situation zu bringen und ja, ich weiß es natürlich besser. Aber manchmal sind die Dinge halt so, wie sie sind.
Wie teuer ist so eine Weltreise?
Silke Siegel: Nach vielen Berufsjahren konnte ich mir den Luxus erlauben, eine 102 tägige Weltreise zu machen. Ich hatte nicht explizit dafür gespart, aber als die Gelegenheit da war, war mir klar, dass wir schon kostenbewusst, aber nicht spartanisch reisen werden. Das Teuerste an der Reise waren die Unterkünfte und die Verpflegung. Der Transport, also Flüge, Züge, Auto oder Schiff machten nicht den Löwenanteil aus. Für mich und meine Tochter gab ich rund 20.000 Euro aus – und ich würde es jederzeit wieder tun.
Vielen Dank für das Gespräch!
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Die Hochzeit ist ein Lebensereignis, das viele Menschen mit Romantik, Liebe, Aufbruch und Vertrautheit verbinden. Allerdings folgt nicht allzu selten auf die Hochzeit die Scheidung. Letztlich sind beide Ereignisse ein Rechtsakt, der Belastungen mit sich bringen kann, den man aber ebenso zu seinem Vorteil gestalten kann. Deshalb soll es im Folgenden darum gehen, wie Ehegatten, auch in ihrer Funktion als alleinerziehende Eltern, den Scheidungsprozess bestmöglich meistern.
Zunächst bietet es sich an, einen Blick auf die statistische Größe der Thematik zu werfen. 2019 haben sich 416 300 Ehepaare sich die ewige Treue geschworen. Im gleichen Jahr wurden wiederum 149 010 Ehen durch die Familiengerichte geschieden. Das bedeutet, dass sich eine große Zahl von Menschen in Deutschland, nämlich fast 300 000 Frauen und Männer, in einem Scheidungsprozess wiedergefunden haben.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Ebenso interessant ist zu sehen, wie sich die Scheidungsrate in den letzten zehn Jahren rückläufig entwickelt hat. Die Grafik zeigt die Summe der ehedauerspezifischen Scheidungsziffern, die sich als geschiedene Ehen eines Eheschließungsjahrgangs je 1000 geschlossene Ehen, mit anderen Worten: die Scheidungsrate. 2018 haben sich von 1000 Ehepaaren 318,5 scheiden lassen. Die Aussage, dass in Deutschland jede zweite Ehe, also 50% in die Brüche gingen, stimmt somit nicht.
Wann lassen sich Ehepaare scheiden?
Anhand der Auswertungen des Statistischen Bundesamtes lässt sich sogar sagen, wann Ehegatten durchschnittlich von ihrer Ehescheidung betroffen sind.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Das durchschnittliche Alter, in dem sich Ehegatten mit einer Scheidung konfrontiert sahen, betrug im Jahr 2019 bei Frauen 44,4, bei Männern 46,6. Die meisten Ehegatten lassen sich also dann scheiden, wenn sie, gemessen an der Lebenserwartung in Deutschland, ziemlich genau ihre zweite Lebenshälfte erreicht haben. Die Scheidung stellt daher eine wichtige Zäsur und einen Neuanfang für viele Menschen dar.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Im Zeitpunkt der Scheidung haben Ehegatten im Jahre 2019 durchschnittlich 14,8 Jahre in ihrer Ehe verbracht. Eine Zeit, in der vieles zusammenwachsen konnte, das sich mit der Scheidung trennen muss. Allein deshalb haben viele Ehegatten ein Interesse daran, den Scheidungsprozess an sich so angenehm wie möglich zu gestalten und negativen Auswirkungen der Scheidungsfolgen möglichst zu minimieren. Das gilt insbesondere dann, wenn aus der Ehe Kinder hervorgegangen sind.
Darauf sollten Ehegatten bei ihrer Scheidung achten
Nach durchschnittlich circa 15 Jahren Ehe ist eine Trennung ohne Frage schwer zu verdauen. Allerdings hat jeder Ehegatte noch ungefähr die Hälfte des Lebens vor sich. Daher kann jeder Ehegatte mit dem Scheidungsverfahren dafür sorgen, die Weichen für den Neustart zu stellen.
Im Scheidungsverfahren: Geld & Zeit sparen
Das juristische Scheidungsverfahren vor dem Familiengericht dauert in den meisten Fällen ungefähr ein Jahr. Wenn es ganz schnellt geht, kann die Scheidung auch in einem halben Jahr über die Bühne gehen – das ist allerdings der Ausnahmefall. Angesichts des langwierigen Verfahrens stellt sich die Frage, welche Maßnahmen die Scheidung beschleunigen. Hier können Ehegatten bei der Kommunikation mit ihrem Rechtsanwalt anfangen. So können Ehegatten den Scheidungsantrag online ausfüllen und dem Rechtsanwalt über dessen Webseite oder online zukommen lassen. Werden alle weiteren Fragen übers Telefon geklärt, vergeht kaum Zeit, bis das Gericht mit der Arbeit beginnen kann. Die Beratungsqualität soll dadurch nicht leiden, im Gegenteil: Wenn bei Ehegatten kurzfristig Fragen aufkommen, sei es zum Versorgungsausgleich oder zum Sorgerecht für die Kinder, kann der Anwalt mit nur einem Anruf direkt gefragt werden, ohne einen Termin vereinbaren zu müssen. Dieses durch moderne Kommunikationsmittel beschleunigte Verfahren firmiert seither als „Online Scheidung“. Wie schnell das Gericht die Unterlagen sichtet und einen mündlichen Verhandlungstermin anberaumt, können dann allerdings weder Anwalt noch Ehegatten beeinflussen.
Streitereien bei der Scheidung – Bild: pixabay.com
Des Weiteren können Ehegatten Geld sparen, indem sie den Weg der einvernehmlichen Scheidung wählen. Einvernehmlich bedeutet, dass sich die Ehegatten über den Ablauf des Trennungsjahres, den Unterhalt, die Auseinandersetzung des Vermögens und des Hausrats, die Aufteilung der Ehewohnung und das Sorge- und Umgangsrecht einig sind. Für die Regelung dieser Punkte sei folgender Tipp angemerkt: Die Erfahrung zeigt, dass einvernehmliche Scheidungen dann reibungslos ablaufen, wenn die Ehegatten ihre Vereinbarungen schriftlich festhalten. Dann kann nämlich der andere Teil im Nachhinein nicht mehr behaupten, er habe der Vereinbarung nicht zugestimmt, wenn er seine Unterschrift unter der Regelung prangert. Neben der Vermeidung von Streit bietet die einvernehmliche Scheidung den Vorteil, dass nur ein Anwalt beauftragt werden muss. Dies spart 50 % der normal anfallenden Anwaltskosten. Hinzu kommt, dass der Gegenstandswert des Scheidungsverfahrens wegen der Einfachheit des Verfahrens durch das Gericht um 30% reduziert werden kann, wodurch die Scheidungskosten insgesamt um circa 15 % fallen können.
Ehegatten in finanzieller Not können im Scheidungsverfahren, wie bei anderen Gerichtsprozessen auch, Verfahrenskostenhilfe beantragen, indem sie das Formular über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse ausfüllen. Sobald dieses Formular durch den Rechtsanwalt bei Gericht eingeht, werden die Scheidungskosten ganz oder zum Teil vom Staat getragen. Gerade alleinerziehende Eltern sollten sorgfältig prüfen, ob ihnen die Last der Scheidungskosten von der Solidargemeinschaft ganz oder zum Teil abgenommen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass ein Ehegatte über ein geringes Einkommen verfügt, finanziell stark belastet oder hoch verschuldet ist. Ob diese Voraussetzungen in Ihrem Fall vorliegen, muss jedoch stets im individuellen Fall durch Ihren Anwalt geprüft werden.
Glücklich geschieden – Bild: pixabay.com
Das Sorgerecht für eheliche Kinder
Sind aus der Ehe Kinder hervorgegangen, bleibt nach der Scheidung meist ein Elternteil als alleinerziehend zurück. Diese herausfordernde Situation trifft in den meisten Fällen die Mütter der Kinder. Normalerweise haben beide Elternteile das gemeinschaftliche Recht, für die Person und die das Vermögen ihrer Kinder Sorge zu tragen. Vor Gericht kann ein Elternteil aber auch das alleinige Sorgerecht beantragen. Diesem Antrag gibt das Gericht statt, wenn der andere Elternteil zustimmt. Bei Widerspruch muss der beantragende Elternteil darlegen, dass die Übertragung des alleinigen Sorgerechts dem Kindeswohl am besten entspricht. Das alleinige Sorgerecht bietet für den sorgetragenden Elternteil den Vorteil, dass er nicht nur in täglichen, sondern auch in einmaligen Angelegenheiten des Kindes (z.B. die Entscheidung darüber, welche weiterführende Schule das Kind besucht) rechtssicher entscheiden kann.
Allerdings kann der andere Elternteil das gemeinsame Sorgerecht gemäß §1626a Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) erneut beantragen. Diesem Antrag gibt das Familiengericht statt, wenn der andere Elternteil keine Gründe vorträgt, die dem gemeinsame Sorgerecht entgegenstehen könnten und solche Gründe auch nicht ersichtlich sind.
Fazit: Scheidungen können einfach & günstig sein
Traurig und schmerzhaft sind Scheidungen für die Betroffenen nahezu immer. Das juristische Scheidungsverfahren kann von den Betroffenen allerdings so gestaltet werden, dass es einfach und günstig(er) von statten geht. Damit das Resultat der Scheidung ebenso gut wird, ist eine flexible Rechtsberatung von Vorteil, die Mandanten in jeder Situation und insbesondere in den Verhandlungen über die Scheidungsfolgen mit dem Ehegatten zur Seite steht.
Über den Autor
Christian Kieppe ist Rechtsanwalt in Münster und betreut seit gut einem Vierteljahrhundert Mandanten auf dem Gebiet des Familienrechts.
Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und kann diese im individuellen Fall auch nicht ersetzen.
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Leben eine kinderlose Frau und eine Mutter in zwei verschiedenen Welten? Ich finde schon, dass es einen Unterschied macht. Ich bin selber spät Mutter geworden und weiß noch, wie es war, Singlefrau ohne Kind zu sein. Mit einem Kind lebt frau in einer völlig anderen Gefühlswelt. Das hätte ich mir vor meinem Sohn gar nicht vorstellen können. Als kinderlose Frau kümmert man sich in erster Linie um seine eigenen Bedürfnisse. Alles kreist um das eigene Ego. Handelt es sich um eine gutverdienende Akademikerin, möchte sie ihre Freizeit in guten Restaurants verbringen, in Designerboutiquen einkaufen und in Luxushotels Urlaub machen. Irgendwo muss man ja hin mit dem Geld. Von diesen Frauen wird dann z.B. eine alleinerziehende Frau bemitleidet. “Die Arme, die hat ja gar kein Geld. Die kann sich nichts leisten.”
Nur happy mit Kind?
Kinderlos und karrieregeil?
Für kinderlose Frauen ist die Arbeit oft alles. Es wird sich stundenlang über den Job unterhalten. Weil nur der Beruf Selbstbestätigung und Anerkennung bringt.Bei Singlefrauen über 40 kommt noch das Thema Krankheiten dazu. Es wird gejammert über schlimme Schmerzen beim Zahnarzt oder über Rückenprobleme. Ich glaube, dass man als Mutter weniger wehleidig ist und mehr aushält. Das hat die Natur so eingerichtet. Als Mutter kümmert man sich in erster Linie um das Wohl des Kindes und nicht um sein eigenes Wohl. Mir tut es gut, wenn sich nicht mehr alles nur um meine eigenes Ego dreht. Man kann auch zu viel um sich selbst kreisen.
Manche kinderlose Frauen mögen auch neidisch sein auf Frauen mit Kind. Ich möchte es nicht allen unterstellen. Es gibt auch genug Frauen, die glücklich sind ohne Kind.
Was ich mir wünsche, ist mehr Akzeptanz und Toleranz unter Müttern und Nicht-Müttern. Oft behacken sich beide Gruppen. Ich hatte schon den Vorfall, dass eine Frau neben mir sagte:”Ich hasse Kinder.” Ich hatte meinen Sohn zum Glück nicht dabei. Hätte sich diese Frau diese Bemerkung nicht verkneifen können? Und warum hasst sie Kinder?
Als Mutter bin ich ab und zu neidisch auf die Reisen der Singlefrauen. Aber ich kann damit leben. Als langweilig empfinde ich Gespräche, wecher Nagellack von welcher Firma denn nun der Beste ist oder wo man seine BH’s kaufen sollte. Das Materielle ist mir als Mutter nicht mehr so wichtig.
Findet Ihr es auch so lustig, wie kleine Kinder verstecken spielen? Mein Sohn wählt meist dasselbe Versteck mehrmals hintereinander in der Wohnung aus. Das ist in der Regel unter der Bettdecke. Sehr schwer. ;-). Ich tue dann immer so, als wenn ich ihn überall in der Wohnung suchen und nicht finden würde. Sohnemann macht das einen Heidenspaß. Und finde ihn dann doch zum Schluss. Er findet das total witzig. Das kann sich ewig wiederholen. Ich lasse dabei immer mein Schauspieltalent zur Wirkung kommen. 😉 Oder der Nachwuchs versteckt sich gut sichtbar hinter dem Vorhang.
Als er drei Jahre alt war, hat er vorher schon sein geplantes Versteck mitgeteilt. Bei ganz kleinen Kindern von 1 bis 2 Jahren funktioniert Verstecken noch einfacher. Sie halten sich die Hände vor die Augen. Weil sie niemanden mehr sehen, glauben sie, dass sie auch nicht mehr gesehen werden können. Niedlich anzuschauen.
Ab wann sind Kinder in der Entwicklung so weit, sich „richtig“ verstecken zu können?
1- bis 2-jährige Kinder sind nicht dumm, sondern sie haben eine andere Vorstellung von Sehen und Gesehenwerden als Erwachsene. Aber ab wann entspricht die Vorstellung von Sehen und Gesehenwerden dem der Erwachsenen?
Ich habe dazu mal den Kinderdoc-Blogger gefragt: „Da wird es keinen allgemein gültigen Meilenstein geben, da es zuviele Faktoren gibt, die das bestimmen (Geduld, Mut, Einschätzen, dass man nicht mehr sichtbar ist usw.) Ich schätze mal, 4-5 Jährige können das erst zufriedenstellend.“
Hmmmm, mein Sohn ist jetzt vier Jahre alt. Seine Verstecke werden immer besser. Aber so richtig raffiniert sind sie noch nicht. Manchmal findet er mich auch nicht, wenn ich mich verstecke. Also, so richtig zufrieden stellt mich die Antwort vom Kinderdoc nicht.
Auf dem Babyportal sparbaby.de finde ich eine etwas zufriedenstellendere Antwort:
„Bis zu einem Alter von etwa sieben Jahren sind die meisten Kinder noch nicht in der Lage, eine andere Perspektive einzunehmen als ihre eigene. Manche Versteck-Spiel-Profis schließen deshalb einfach nur ihre Augen, weil sie denken, dass sie so von niemandem gesehen werden.“ Das trifft wohl auch eher auf meinen Sohn zu.
Jetzt ist es mal wieder soweit. Ein Sprung zu einer neuern Jahreszahl steht an. Diesmal kommt die 2020, eine Zahl, die mir intuitiv sympathisch erscheint. Ich mag gerade Zahlen und ungerade nicht so sehr. Ich wurde auch in einem Jahr mit einer geraden Zahl geboren. Vielleicht liegt es daran.
Begrüsst das Neue Jahr 2020! Copyright: pixabay.com
Nach den ruhigen Weihnachtsfeiertagen und der Völlerei steht bei vielen zu Sylvester wieder eine Party an. Ich finde es gut, dass vielerorts Böllereien und private Feuerwerke verboten sind. In München darf man in der Altstadt nichts knallen lassen und innerhalb des Mittleren Rings. Für Tiere sind diese Geräusche Stress. Außerdem steigt die Feinstaubbelastung immens. Man kann kaum atmen, wenn man nach der Party durch die Straßen nach Hause stapft.
Ich kann mich an meine Zeit in Berlin erinnern, wo man am Sylvesterabend regelrecht hin- und herhüpfen musste, um nicht auf dem Gehweg von einem Böller getroffen zu werden. In München ist es zum Glück nicht ganz so schlimm.
Über 2019 kann ich mich nicht beklagen. Es lief gut. Mein Sohn ist gut in der Schule. Er geht gerne hin. Da kann man in Bayern schon froh sein. Er ist jetzt in der 2. Klasse. Ab der 3. Klasse wird es wohl etwas anspruchsvoller werden.
Und Neujahrsvorsätze gibt es bei mir nicht. Sie lösen nur Druck aus. Mehr Sport und gesünder ernähren sind mir wichtig. Und außerdem Umweltschutz und plastikfreies Leben. Daneben mehr Blick auf die Finanzen werfen. Ein Thema, das ich immer gerne verdränge.
Meine Highlights 2019
Kleine Highlights gab es im letzten Jahr wie die Münchner Familiendemo im Mai 2019, welche ich mitorganisiert habe. Leider war die Resonanz nicht so groß. Lag aber auch am Dauerregen. Aber es geht voran in der Politik. Für Alleinerziehende soll es Steuerermäßigungen geben. Zumindest in Bayern. Ich bin weiterhin für eine Abschaffung des Ehegattensplittings.
Außerdem bin ich stolz auf meine Facebookgruppe „Alleinerziehende in München“. Über 1.000 Mitglieder hat die von mir an Weihnachten 2014 gegründete Gruppe bereits. Väter und Mütter verabreden sich in der Gruppe zu Zoobesuchen oder zum Skifahren mit den Kids. Wir gehen zusammen feiern ohne Kids. Es ist richtig nett!
Ich wünsche Euch ein tolles Neues Jahr 2020 und viel Gesundheit und neue Erlebnisse!
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