Mama, der hat mir eine Warzen gegeben

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Innerdeutsche Verständigungsprobleme

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Manchmal ist es witzig, was meinem dreijährigen Sohn, Halbbayer und Halbwestfale, so aus dem Mund kommt. Seit sieben Jahren wohne ich, die Mutter aus Nordrhein-Westfalen, mittlerweile in Bayern. Aber der bayerische Dialekt ist mir doch teilweise fremd geblieben bzw. ich muss ihn nicht kennen im größtenteils weltoffenen München, wo selbst die Einheimischen Hochdeutsch sprechen.

Heute war wieder so ein Moment, wo mein Sohn etwas bayerischen Wortschatz aus dem Kindergarten mit heimbrachte. Wir waren im Badezimmer, und er erzählte mir:“Mama, heute hat mir der Max eine Warze gegeben.“ Ich hatte wirklich „Warze“ verstanden und dachte:“Hä? Hat da ein Kind Warzen? Ist das ansteckend? Wieso bleibt dieser Max mit so ekligen Warzen nicht zu Hause? Wie hat dieser Max denn meinem Sohn eine Warze gegeben? Hat er seine Socken ausgezogen und meinem Sohn seine eklige Warze am Fuß ins Gesicht gedrückt?“ Das ging alles durch meinen Kopf. Dann sagte mein Sohn nochmal:“Mama, der hat mir eine Warze gegeben.“ Da klingelte es endlich bei mir. Mein Kind meinte „Watschen„! Und Watschen ist bairisch und meint Ohrfeige.

Ich fand es witzig, dass mein Sohn diesen Begriff in seinem Wortschatz hat. In seinem Kindergarten sind kaum „echte“, bayerische Kinder. Es herrscht eher Multikulti. Deswegen hat mich dieses Wort „Watschen“ schon erstaunt. Aber schlimm ist ja, dass mein Sohn eine Ohrfeige von einem anderen Kind bekommen hat. Bin ja immer froh, wenn mir mein Sohn erzählt, was im Kindergarten so vorgefallen ist. Es gibt ja Kinder, die erzählen gar nichts, und Muttern fragt sich, wie der Tag wohl so war.

Nun ja, die Jungs in der Kindergartengruppe meines Sohnes sind sehr körperorientiert….Dieser Max verteilt gerne Watschen, wie ich schon einmal selbst mit bekommen habe. Was soll man da machen als Mutter? Hoffen, dass die Erzieherinnen das schon regeln oder um ein Gespräch bitten? Diesem Max die Leviten lesen?

Im Kindergarten herrscht unter den Jungs doch ein anderes Rudelverhalten wie in der Krippe. Mein Sohn spielt jetzt nur noch mit Jungs. In der Krippe hat er auch mit Mädchen gespielt. Ich habe beobachtet, dass in seiner Kiga-Gruppe die Mädchen für sich spielen und die Jungs für sich. Dabei gibt es ja auch Mädchen, die eher wild und burschikos sind und nicht auf Lillifee und Barbiepuppen stehen.

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