Alles Gute zum Muttertag!

Rosen, Blumen, Nelken

Muttertagswunsch

Muttertag

Wie verbringt Ihr den Muttertag? Ich habe erstmal lange geschlafen. Kind ist nicht da. Gestern abend war ich noch unterwegs. Einfach mal entspannen.
Gerade in Bayern stürmen die Großfamilien Restaurants und Wirtshäuser zum Mittagessen und Kaffeetrinken. Traditionen sind hier sehr wichtig. Brav und gehorsam werden erwachsene Kinder ihre Mütter ausführen. „Anstand“ muss sein.

Wie ist der Muttertag entstanden?

Viele glauben, Adolf Hitler hätte ihn ins Leben gerufen. Aber tatsächlich hatte die Amerikanerin Anna Jarvis die Idee. Sie wollte nach dem Tod ihrer Mutter am 8. Mai 1905, dass alle Mütter noch zu Lebzeiten geehrt werden. Jarvis schrieb Briefe an Geistliche und Politiker. Durch den Kauf einer Werbeagentur konnte sie ihre Botschaft „Schafft den Ehrentag der Mutter – setzt diesen Frauen ein unvergängliches Denkmal“ noch besser verbreiten. Und nur zwei Jahre später hatte Anna Jarvis ihr Ziel erreicht. 1907 wurde der zweite Mai-Sonntag (der Todestag von Anna Jarvis‘ Mutter) offiziell in den USA zum Muttertag erklärt.
Langsam schwappte die Idee nach Europa hinüber. In Deutschland wurde der Muttertag erstmals 1922 begangen.
Aber im Laufe des Nationalsozialismus bekam dieser Ehrentag ein anderes Image. Die Mütter wurden gefeiert als
Bestanderhalterinnen der arischen Rasse.

Was haben die Blumen damit zu tun?
Die Ursprungsidee dazu hatte ebenfalls Anna Jarvis. Eine rote Nelke sollte für die noch lebende Mutter sein und eine weiße für die bereits Verstorbene. Mittlerweile hat die Blumenindustrie den Muttertag voll im Griff.
Ich persönlich brauche keinen Blumenstrauß. Mein Sohn kommt gleich mit seinem Geschenk aus dem Kindergarten. Bin schon gespannt, obwohl ich es schon halb gesehen haben.

Aktion #muttertagswunsch

Den Muttertag sollte man zum Anlass nehmen, mal zu überlegen, wie man das Leben von Müttern erleichtern und die Situation von Kindern in Deutschland verbessern kann. Dazu haben Susanne Garsoffky von family unplugged, Christine Finke von Mama arbeitet und Annette Loers von Mutterseelesonnig letztes Jahr die Aktion #muttertagswunsch ins Leben gerufen. Mütter haben in den Sozialen Medien gepostet, was sich ändern muss z.B. billigere Kitaplätze, weniger Steuern zahlen, Teilzeit für beide Elternteile etc.
Letztes Jahr haben sich dazu sechs Kernforderungen ergeben. Diese wurden an Familienministerin Manuela Schwesig geschickt, die dann die Mamabloggerinen tatsächlich ins Berliner Ministerium eingeladen hat. In kleinen Schritten gibt es schon Verbesserungen.

Auch in diesem Jahr werden die Tweets unter #muttertagswunsch und #vatertagswunsch wieder zusammengefasst und an das Familienministerin überreicht. Macht alle fleißig mit!

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