Kultur

Julian Rosefeldt, Trilogy of Failure, 2004/2005, Courtesy Sammlung Goetz Julian Rosefeldt, Trilogy of Failure, 2004/2005, Courtesy Sammlung Goetz

Kultur in München

Ausstellung „Broken. Slapstick, Comedy und schwarzer Humor — Sammlung Goetz im Haus der Kunst“ im „Haus der Kunst“ in München

Julian Rosefeldt, Trilogy of Failure, 2004/2005, Courtesy Sammlung Goetz

Julian Rosefeldt, Trilogy of Failure, 2004/2005, Courtesy Sammlung Goetz

Am Samstag war ich im Haus der Kunst in München und wollte mir mit der Ausstellung „Broken. Slapstick, Comedy und schwarzer Humor — Sammlung Goetz im Haus der Kunst“ mal wieder Kultur antun.
Die Ausstellung ist im alten Luftschutzkeller unter dem Haus der Kunst, wo jetzt die Sammlung Goetz angesiedelt ist. Ich war aber sehr enttäuscht von der Ausstellung.Unter Slapstick und Comedy habe ich mir etwas Anderes vorgestellt. Lustig waren die Videoinstallationen weiß Gott nicht. Der Titel passt überhaupt nicht zu dieser Exposition. Z.B werden drei dicke Frauen dargestellt, die einen kleinen farbigen Jungen sexuell missbrauchen. Sind wir soweit, dass wir sexuellen Missbrauch lustig finden können? Ich war mit meinem dreijährigen Sohn in der Ausstellung und hatte Mühe, ihn von dieser „Kunst“ fernzuhalten. Vielleicht sollte man am Eingang einer solchen Ausstellung ein Schild aufstellen wie „Für Kinder nicht geeigent.“ In einem anderen Raum ging es um Prostitution. Auch sehr lustig. Zum Glück fing ich an, mir vorher die Beschreibungen zu den Räumen durchzulesen, so dass ich meinen Sohn vor „jugendfeindlichen“ Eindrücken bewahren konnte. In einem weiteren Raum wurde ein Video gezeigt, indem ein paar Schläger in einem Auto einen Fußgänger am Straßenrand anhalten und diesen angreifen. Ist das lustig? Vielleicht bin ich nicht abgebrüht genug, um so etwas lustig zu finden. Man muss sich erst das durchlesen, was der Künstler wohl damit gemeint hat. Sonst wirken die Videoinstallationen ziemlich ausdruckslos. Naja, manchmal denke ich auch, dass ich das auch könnte. Nur bei stimmt eben das „Gesamtkonzept“ dazu nicht. Eine komplizierte Interpretaion der eigenen Kunst ist der Maßstab. Was will uns der Künstler damit sagen?
Jedenfalls hätte man der Ausstellung einen anderen Namen geben sollen. Und mit einem kleinen Kind sollte man sich diese „ach so lustige“ Videoschau auch nicht ansehen.
Das einzig Interessante war noch die „Trilogy of Failure“ von Julian Rosefeldt. Ein Mann zerstört in dem Video sein Mobiliar und, in dem Video daneben räumt er wieder alles auf.
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Julian Rosefeldt

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