Filmrezension: „Findet Dorie“

Filmrezension "Findet Dorie"

Ein dementer Fisch auf der Suche

Da mein Sohn (4) schon so ein großer Nemo-Fan ist, wollten wir uns den neuen Film „Findet Dorie“ nicht entgehen lassen. Wir haben uns den Film in 2D angesehen und nicht in 3D. 3D-Filme sind für kleine Kinder nicht geeignet. Ich wollte auch mal wieder ganz normal einen Film sehen ohne 3D-Brille.

Filmrezension "Findet Dorie"

Filmrezension „Findet Dorie“

Was ich aber etwas einfallslos finde ist, dass der zweite Film genauso heißt wie der erste: „Findet Nemo“ – „Findet Dorie“. Die Handlung ist leider auch so ähnlich wie die im ersten Film. Das enttäuscht doch sehr.
In „Findet Nemo“ sucht der Vater seinen verlorenen Sohn Nemo. In „Findet Dorie“ sucht der blaue, demente Fisch seine Eltern. Dabei helfen ihm Nemo und sein Vater Marlin. Sie schwimmen durch den ganzen Ozean. Dorie vergisst oft ihr Gedächtnis. Nemo und Marlin sind wichtige Wegbegleiter, die ihr immer in Sachen Erinnerung auf die Sprünge helfen. Das Ziel der Suche ist ein Großaquarium und Meeresforschungsinstitut in Kalifornien, wo Dorie mit ihren Eltern gelebt hat. Aber dort angekommen wird Dorie enttäuscht. Ihre Eltern leben nicht mehr dort. Der mürrische Oktopus Hank hilft Dorie bei der Flucht aus dem Aquarium.
Die TV-Moderatorin Anke Engelke leiht Dorie ihre Stimme, die dem Fisch die richtige Persönlichkeit gibt.

Leider ist „Findet Dorie“ nicht so lustig wie „Findet Nemo“, denn Dorie machen die eigenen Gedächtnislücken traurig. Der Film bekommt durch die Demenz der Hauptfigur eine unerwartete Ernsthaftigkeit. Nicht unbedingt passend für ein Publikum von Vorschulkindern. Ich hatte fast befürchtet, dass mein vierjähriger Sohn anfangen könnte zu weinen. Dass der Fisch Dorie seine Eltern nicht finden kann, ist für ein Vorschulkind schon eine traurige Sache.
Warum müssen so viele Animationsfilme nur so eine traurige, ernste Handlung haben, so dass man mit Kindergartenkindern sich das kaum ansehen kann? Gar nicht mit so kleinen Kindern ins Kino gehen?

Fazit: Mir persönlich ähnelt die Geschichte von Dorie zu sehr der Geschichte von Nemo. Das ist oft der Fall, wenn nach einem erfolgreichen Kinofilm mit einem Nachfolgefilm noch eins draufgesetzt werden soll. Geht oft daneben. „Findet Nemo“ war definitiv besser. Aber wer diese Fische mag, soll sich den Film ansehen.

Der Kultmama-Blog in Social Media

2 Comments

  1. Hi 🙂
    Finde es echt gut, dass ihr euch den Film in 2D angesehen habt. 3D ist leider total ungesund für das Gehirn, wird aber total unterschätzt …
    Ansonsten toller Beitrag 🙂 Habe allerdings auch schon befürchtet, dass sich die beiden Filme sehr ähneln werden … 🙁

  2. Hallo,
    den Film Findet Nemo fand ich auch schön und hatte überlegt, ob ich mir den Neuen auch anschaue. Deine Rezension zu dem Film hat mir die Entscheidung leicht gemacht.

    Liebe Grüße
    Bo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.